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24.02.2011![]() Der Verfasser ist Mitglied der Arbeitsgruppe Bellis für goetheanistische Botanik. Bellis AG Buchveröffentlichung ![]() Korrigenda / Korrekturen 22.06.11
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Die
Metamorphose der Pflanzen, ein Rätsel Seit 1980 befasse ich mich immer
wieder mit der
Metamorphose der Pflanze. Es ist etwas
wunderbares zu versuchen das
Wachstum
der Pflanze nachzuvollziehen. Die Pflanze ist
Bewegung, Verwandlung.
Mal ändert
sie sich langsam mal sprunghaft. Mit der Zeit
merkt man, dass die
Begriffe mit
denen man zunächst an die Pflanze
herangeht wie Blatt, Achse und
Wurzel
neu
gegriffen werden müssen. Die Pflanze
fordert die Beweglichkeit des
Denkens
heraus, starre Begriffssysteme verspottet sie.
Metamorphosen im Pflanzenreich - Lesen im Buch der VerwandlungenFebruar 2011 erschien im Verlag
Freies Geistesleben das
Buch Metamorphosen im Pflanzenreich
erschienen. In dem Buch mache ich
Vorschläge für eine Erneuerung der
Metamorphosenlehre. Das
Buch berücksichtigt sowohl die
Fortschritte die die Morphologie
seit
Goethe gemacht hat, als auch die Ergebnisse
der molekular-genetischen
Forschung der letzten 20 Jahre. Inhaltlich
richtet sich das Sachbuch an
Botaniker, Genetiker, Philosophen und an alle,
die sich an den
Metamorphosen der Pflanzen freuen. Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse Die Arbeiten an der Metamorphose der Pflanze führten zu einem Vorschlag zur Erweiterung der Metamorphoselehre. Etwas Wesentliches fehlt Goethes Metamorphoselehre. Schlussendlich fand ich die fehlenden Begriffen ausgerechnet in Goethes Nachlass, dort wo er von der organischen Entzweiung spricht im Sinne einer Polarität. Ohne Polarität keine Metamorphose. Ohne Entzweiung lässt sich kein drittes Entstehendes denken. Anstelle der von Troll betonten Grundorgantheorie, die auf der Unvergleichbarkeit von Wurzel, Sprossachse und Blatt beruht, schlage ich eine viergliedrige Grundorgantheorie auf der Basis der Polarität von Wurzel und Spross vor. Der Begriff der morphologischen Polarität ist ein Schlüssel zum Verständnis der vegetativen Grundorgane und führt schlussendlich auch zum Verständnis der Trennung der Geschlechter und Bildung der Blütenorgane. Zusätzlich zu den vier vegetativen Grundorganen, betrachte ich Sporangien und Gametangien ebenfalls als Grundorgane. Staub- und Fruchtblatt gehen aus dem Wechselspiel mehrerer Grundorgane hervor. Die Pflanzenmetamorphose ist keine reine Blattmetamorphose, mit dem Blatt verwandeln sich ebenso Sprossachse und Wurzel und die Fähigkeit der Seitenwurzel- und Seitensprossbildung.Meine Studien führten dann weiter zu den Lebermoosen, Blattfarnen, Schachtelhalmen und den Nacktsamigen. Gerade beim Vergleichen dieser Gruppen mit den Bedecktsamigen zeigt es sich, wie vorsichtig man sein muss mit den Begriffen, Blatt, Achse und Wurzel, die man an den Bedecktsamigen gebildet hat. In jeder Pflanzengruppe muss man diese Begriffe loslassen und neu fassen, erst dann kann man die Pflanzengruppen fruchtbar miteinander in Beziehung setzen. Die Plastizität befindet sich zwischen den Begriffen. Das Werdende fasst das Gewordene zusammen, Steigerung. Die Arbeit befasst sich auch mit dem Begriff der anschauenden Urteilskraft. Der Begriff der anschauenden Urteilskraft ist ein gefährlicher Begriff. Er suggeriert eine Urteilskraft, die direkt mit dem Anschauen gegeben ist. Das wäre eine Fähigkeit, die jeder gerne haben möchte: Anschauen und Wissen. Was ist mit dem Begriff gemeint? Wenn der Begriff auf objektive Erfahrungen hinweist, sollte man auch als Forscher irgendwann mit diesen Erfahrungen konfrontiert werden, sonst hat der Begriff keinen Wert. Mehr darüber finden Sie in dem Buch. Kulturpflanzen Sie können die Arbeit mit Spenden unterstützen. Die geleistete Arbeit war nur dank Spenden möglich, wofür ich an dieser Stelle ebenfalls einen besonderen Dank ausspreche. Veröffentlichungen Lesehinweis, die Texte sind
geschrieben für
Biologen und interessierte Laien. Die mit * ausgezeichneten
Texten empfehlen sich
für eine erste Orientierung. Schilperoord, Peer (2011).
Metamorphosen
im
Pflanzenreich
-
Lesen im Buch der Verwandlungen.
Freies Geistesleben, Stuttgart. 183 S. Schilperoord, Peer (2008). Anschauende Urteilskraft. Elemente der Naturwissenschaft 89, 42-59. * Schilperoord, Peer (2008). Goetheanismus - falsche Abgrenzungen. Elemente der Naturwissenschaft 88, 66-69. Schilperoord, Peer (2008). Die Trennung der Geschlechter und die Bildung der Blütenorgane - Gestaltungsfreiheit. Elemente der Naturwissenschaft 88, 39-60.
Schilperoord, Peer (2007). Eine morphologische Charakterisierung des Weizens (Triticum aestivum L.). Elemente der Naturwissenschaft, 87, 5-31. * Schilperoord, Peer (2007). Metamorphosen der Pflanze. Elemente der Naturwissenschaft 86, 46-71. *
Schilperoord, Peer (2007). Metamorphosen
der
Pflanzen. Ein
Manifest.
Die Drei, 3, S.
35-41. Schilperoord, Peer und Heistinger, Aandrea (2007). Literaturstudie alpine Kulturpflanzen. Bericht IV NAP 02-231 / Interreg IIIA. (www.berggetreide.ch) Schilperoord,
Peer
(2007). Von der Gerste bis zur
Kartoffel. S. 19-27. Im Werdenbergerjahrbuch 2008.
Hg.
Historisch-Heimatkundliche
Vereinigung der Region Werdenberg. Schilperoord, Peer (2005). Modelling the plant, Goethe and molecular genetics. In: Harlan, Volker (Hg.): Wert und Grenzen des Typus in der botanischen Morphologie. Nümbrecht. S. 217-233. Schilperoord, Peer (2002). Zum Typus des Blattes. Laubblattmetamorphose, Gegenläufigkeit und Verjüngungstendenz, eine kritische Analyse. Elemente der Naturwissenschaft 76, S. 61–72. *
Schilperoord-Jarke,
Peer
(2000). Goethes
Metamorphose
der
Pflanzen
und
die
moderne Pflanzengenetik. In: Heusser, Peter (Hg.): Goethes
Beitrag zur
Erneuerung der Naturwissenschaften. Bern et al. Schilperoord, Peer (1997). The concept of morphological polarity and its implication on the concept of the essential organs and on the concept of the organisation of the dicotyledonous plant. Acta Biotheoretica S. 51–63. Schilperoord, Peer (1992). Die Zweieinheit von Staub- und Fruchtblatt. Elemente der Naturwissenschaft 56, S. 71-79. Zurück |
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