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update 23.10.2009![]() Der Verfasser ist Mitglied der Arbeitsgruppe Bellis für goetheanistische Botanik. Bellis AG
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Die
Metamorphose der Pflanzen, ein Rätsel Seit 1980 befasse ich mich immer wieder mit der
Metamorphose der Pflanze. Es ist etwas wunderbares zu versuchen das
Wachstum
der Pflanze nachzuvollziehen. Die Pflanze ist Bewegung, Verwandlung.
Mal ändert
sie sich langsam mal sprunghaft. Mit der Zeit merkt man, dass die
Begriffe mit
denen man zunächst an die Pflanze herangeht wie Blatt, Achse und
Wurzel
neu
gegriffen werden müssen. Die Pflanze fordert die Beweglichkeit des
Denkens
heraus, starre Begriffssysteme verspottet sie. Zusammenfassung
der wichtigsten Ergebnisse Meine
Arbeiten
an
der Metamorphose der Pflanze führten zu einem Vorschlag zur
Erweiterung
der
Metamorphoselehre. Etwas Wesentliches fehlte Goethes Metamorphoselehre.
Schlussendlich fand ich die fehlenden Begriffen ausgerechnet in Goethes
Nachlass, dort wo er von der organischen Entzweiung spricht im Sinne
einer
Polarität. Ohne Polarität keine Metamorphose. Ohne Entzweiung
lässt
sich kein
drittes Entstehendes denken. Anstelle der von Troll betonten
Grundorgantheorie,
die auf der Unvergleichbarkeit von Wurzel, Sprossachse und Blatt
beruht, schlug
ich eine viergliedrige Grundorgantheorie auf der Basis der
Polarität
von Wurzel
und Spross vor. Der Begriff der morphologischen Polarität ist ein
Schlüssel zum
Verständnis der vegetativen Grundorgane und führt
schlussendlich auch
zum
Verständnis der Trennung der Geschlechter und Bildung der
Blütenorgane.
Zusätzlich zu den vier vegetativen Grundorganen, betrachte ich
Sporangien und
Gametangien ebenfalls als Grundorgane. Staub- und Fruchtblatt gehen aus
dem
Wechselspiel mehrerer Grundorgane hervor. Die Pflanzenmetamorphose ist
keine
reine Blattmetamorphose, mit dem Blatt verwandeln sich ebenso
Sprossachse und
Wurzel und die Fähigkeit der Seitenwurzel- und
Seitensprossbildung. Kulturpflanzen Sie können die Arbeit mit Spenden unterstützen. Die geleistete Arbeit war nur dank Spenden möglich, wofür ich an dieser Stelle ebenfalls einen besonderen Dank ausspreche. Veröffentlichungen Lesehinweis, die Texte sind geschrieben für
Biologen und interessierte Laien. Die mit * ausgezeichneten Texten empfehlen sich
für eine erste Orientierung. Schilperoord, Peer (2008). Anschauende Urteilskraft. Elemente der Naturwissenschaft 89, 42-59. * Schilperoord, Peer (2008). Goetheanismus - falsche Abgrenzungen. Elemente der Naturwissenschaft 88, 66-69. Schilperoord, Peer (2008). Die Trennung der Geschlechter und die Bildung der Blütenorgane - Gestaltungsfreiheit. Elemente der Naturwissenschaft 88, 39-60.
Schilperoord, Peer (2007). Eine morphologische Charakterisierung des Weizens (Triticum aestivum L.). Elemente der Naturwissenschaft, 87, 5-31. * Schilperoord, Peer (2007). Metamorphosen der Pflanze. Elemente der Naturwissenschaft 86, 46-71. * Schilperoord, Peer (2007). Metamorphosen
der Pflanzen. Ein
Manifest. Die Drei, 3, S.
35-41. Schilperoord, Peer und Heistinger, Aandrea (2007). Literaturstudie alpine Kulturpflanzen. Bericht IV NAP 02-231 / Interreg IIIA. (www.berggetreide.ch) Schilperoord, Peer
(2007). Von der Gerste bis zur
Kartoffel. S. 19-27. Im Werdenbergerjahrbuch 2008. Hg.
Historisch-Heimatkundliche
Vereinigung der Region Werdenberg. Schilperoord, Peer (2005). Modelling the plant, Goethe and molecular genetics. In: Harlan, Volker (Hg.): Wert und Grenzen des Typus in der botanischen Morphologie. Nümbrecht. S. 217-233. Schilperoord, Peer (2002). Zum Typus des Blattes. Laubblattmetamorphose, Gegenläufigkeit und Verjüngungstendenz, eine kritische Analyse. Elemente der Naturwissenschaft 76, S. 61–72. * Schilperoord-Jarke, Peer
(2000). Goethes
Metamorphose der Pflanzen
und die moderne Pflanzengenetik. In: Heusser, Peter (Hg.): Goethes Beitrag zur
Erneuerung der Naturwissenschaften. Bern et al. Schilperoord, Peer (1997). The concept of morphological polarity and its implication on the concept of the essential organs and on the concept of the organisation of the dicotyledonous plant. Acta Biotheoretica S. 51–63. Schilperoord, Peer (1992). Die Zweieinheit von Staub- und Fruchtblatt. Elemente der Naturwissenschaft 56, S. 71-79. Zurück |
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