Startseite  Berggetreide /alpine Kulturpflanzen / Geschichte                             letzte Aktualisierung 14.03.2019
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                              Gerste
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Schriftenreihe Kulturpflanzen in der Schweiz, Geschichte der Kulturpflanzen

Dinkel_l'épautre  Weizen_blé   Gerste_l'orge   Kartoffel_pomme_de_terre      



Oben: Umschlagseite des neuesten Heftes in der Reihe: "Kulturpflanzen in der Schweiz".

Weizen_Dinkel_Emmer_Koerner

Der europäischer Dinkel ist entstanden aus einer Kreuzung von Weizen mit Emmer. Siehe Schriftenreihe, Dinkelheft.


Vereinsmitteilungen
Mitteilungen Nr. 28
Mitteilungen Nr. 27
Mitteilungen Nr. 26
Mitteilungen Nr. 25
Mitteilungen Nr. 24
Mitteilungen
Nr. 23
Mitteilungen Nr. 22
Mitteilungen Nr. 21
Mitteilungen Nr. 20
Mitteilungen Nr. 19

Erfahrungen_im_Bergackerbau

Erfahrungen im Bergackerbau
eine detaillierte Sammlung von Erfahrungen mit Sorten, Bodenbearbeitung, Krankheiten und Schädlingen. 6. überarbeitete Ausgabe 2014 (pdf)

Abschlussbericht Sortenprüfungen für das Berggebiet 2010-2012.
pdf 49 S.

Finanzierung
Sie können die Arbeit unterstützen mit einem Beitrag auf das Konto der  des Vereins für alpine Kulturpflanzen:
Raiffeisenbank Mittelbünden
Postgiro: 70-2357-8
IBAN:
CH86 8106 3000 0057 2568 3
Mitteilungsseite des Vereins für alpine Kulturpflanzen


Mitteilungen des Verein für alpine Kulturpflanzen

Aus den Mitteilungen Nr. 28 :


           

Ausstellung: Pflanzenvielfalt - ein Spiel mit Formen siehe www.urpflanze.ch

"Das schlechte Image des Weizens
Es gibt immer mehr Menschen die weniger Getreide essen, Weizen ist in Verruf geraten. Zur Verunsicherung beigetragen hatte vor einigen Jahren die Entdeckung, dass gewisse Eiweissmoleküle, Probleme bei der Verdauung bereiten können. Wenig später wurden diese Eiweissmoleküle identifziert und jetzt weiss man, dass sie zu der Klasse der Amylase-Trypsin-Inhibitoren gehören. Diese ATI hemmen den Stärkeabbau durch Amylase und den Eiweissabbau durch das Enzym Trypsin. Es gibt die Zöliakie und Weizenallergie, zwei schlimme Krankheiten bei denen Patienten unbedingt auf Weizen oder andere glutenhaltige Getreidearten verzichten müssen.
Der Arzt und Ernährungswissenschaftler Detlef Schuppan, der massgeblich an der Entdeckung der ATI beteiligt war, hat 2018 ein Buch veröffentlicht mit dem neuesten Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse. Die lassen aufhorchen."

Weiter lesen in Mitteilungen Nr. 28.

VEREIN FÜR ALPINE KULTURPFLANZEN -- EINLADUNG ZUR MITGLIEDERVERSAMMLUNG
MITTWOCHABEND 3 April, 20.00 UHR 2019
HOTEL BELFORT, ALVANEU DORF

Vortrag:die Küste - die Berge // Leuchtturm und Bündner Küche. Peer Schilperoord

Vielfalt der Kulturpflanzen
Die Vielfalt der Kulturpflanzen ist in den letzten zweihundert Jahren stark zurückgegangen. Dagegen nahm die Vielfalt der Zierpflanzen stark zu. Die Erhaltung der Vielfalt der Kulturpflanzen ist von nationaler, ja von internationaler Bedeutung. Zur Zeit laufen in den Vereinigten Staaten Kreuzungsversuche mit alten Bündner Gerstensorten. Ziel dieser Versuche ist es, mehrere Resistenzen gegen Schwarzrost, in amerikanischen Sorten einzukreuzen. Sehr viele Landsorten aus dem Wallis und aus Graubünden sind erhalten geblieben. Diese werden genau beschrieben und auf ihre Eignung für Anbau und Verbrauch getestet. Bekannt geworden sind die in Graubünden erhalten gebliebenen Kartoffelsorten wie Parli und Acht-Wochen Nudeli. Im Rheintal erlebt der cremefarbene Ribelmais eine Renaissance.

Geschichte der alpinen Kulturpflanzen
Die Geschichte der alpinen Kulturpflanzen ist eng verwoben mit der Geschichte der Besiedlung der Alpentälern. Die Kulturpflanzen haben sich an den verschiedensten Umweltbedingungen angepasst und an der Art wie die bäuerliche Bevölkerung die Pflanzen angebaut und geerntet haben. Die Wechselwirkung zwischen Pflanze, Mensch und Umgebung ist Thema einer Studie über die Geschichte der (alpinen) Kulturpflanzen. Die Studie tragt zu einem besseren Verständnis der vielen in der Genbank von Changins gelagerten Sorten bei.

Qualitätsaspekte
Das Thema Qualität wird uns in den kommenden Jahren noch viel beschäftigen. Die biologische Landwirtschaft braucht ein Qualitätsmanagement, dass den Namen verdient. Qualität ist bezogen auf die Milch identisch mit Vielfalt der Wiesenbestände. Bezogen auf den Boden ist Qualität identisch mit Vielfalt der Bodenlebewesen, die Steigerung der natürlichen Bodenfruchtbarkeit ist der sicherste Weg zur Lebensmittelqualität. Für das Getreide und Gemüse im Berggebiet kommt noch ein spezieller Aspekt hinzu, ein intensives Wachstum im Frühjahr und ein langsames reifen im Spätsommer.

Laufende Projekte:
Schaugärten
  • Samedan (Wanderweg Cristolais) Bild
  • Ftan (alte Mühle) Bild
Die Schaugärtlein sind frei zugänglich.

Urpflanze
  • Aktualisierung und Erneurung von Goethes Metamorphose der Pflanzen unter Berücksichtigung aktueller Forschungsergebnisse. Dazu gibt es die Ausstellung "Pflanzenvielfalt - ein Spiel mit Formen" und einen Katalog. Siehe www.urpflanze.ch.

7-Getreide

  • Die sieben Hauptgetreidearten Gerste, Hafer, Hirse, Mais, Reis, Roggen und Weizen gehören zu den wichtigsten Nahrungspflanzen. Geplant ist ein Büchlein, dass die Gestalt der Getreidearten und ihre Bedeutung für die menschliche Ernährung beschreibt. Im Druck.

Abgeschlossene Projekte:
  • Erfahrungen im Bergackerbau. Eine detaillierte Sammlung von Erfahrungen mit Sorten, Bodenbearbeitung, Krankheiten, Schädlingen.
  • Braugersten Sortenprüfung für das Berggebiet, unter Federführung von Bio Grischun und in Zusammenarbeit mit Padruot Fried. Die bis anhin verwendete Zuchtsorte Ria hat stark abgebaut. Die neueren Zuchtsorten sind deutlich besser als Ria. Für 2012 wird auf Grund der Prüfungen die Braugersten-Sorte Quench empfohlen. (Siehe Erfahrungen im Bergackerbau 2012)
  • Sommerroggen Sortenprüfung für das Berggebiet. Die Prufüng 2011 zeigte, dass in Schwarzrost gefährdeten Regionen nur den Tiroler Sommerroggen angebaut werden kann, der leider nicht sehr standfest ist. Sonst empfehlen sich Arantes oder Ovid. (Siehe Erfahrungen im Bergackerbau 2011)
  • Sommerweizen Sortenprüfung für das Berggebiet.
  • Literaturrecherche zur Geschichte der schweizerischen Kulturpflanzen mit Schwerpunkt Ackerpflanzen 1700-1950.


Verfasser
Der Verfasser dieser Website, Peer Schilperoord ist Biologe, er war 11 Jahre lang (1989-2000) Geschäftsführer der Genossenschaft Gran Alpin und befasst sich seit 1982 mit alpinem Getreide und alpinen Kulturpflanzen.

Kontakt: Voia Gonda 1, 7492 Alvaneu Dorf. Tel.: 081 404 22 29.
schilperoord@bluewin.ch

© 2003  Peer Schilperoord