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Geschichte der Kulturpflanzen / Schriftenreihe Kulturpflanzen der Schweiz

letzte Aktualisierung 18.04.2012

Mitteilungen Nr. 19
Mitteilungen Nr. 18.
Schriftenreihe
Kalender - Verwandlungen - 2013
eine etwas andere Sicht auf Wild- und Kulturpflanzen Voransicht
 Kalender_2013
Kalender A3, Papier 250 gm2 , 18 Blätter bedruckt,  mit stabiler, durchsichtiger Schutzfolie
  Bestellungen / Auskunft:
Peer Schilperoord Hauptstrasse 16
CH 7492 Alvaneu

Tel. 081 404 22 29
schilperoord@bluewin.ch
Bestellungen bis: 11.11.2012
Auslieferung
: Ende November
Kosten, inkl. Verpackung
 Fr. 40.-, zusätzlich Porto
Erfahrungen_im_BergackerbauErfahrungen im Bergackerbau,
eine detaillierte Sammlung von Erfahrungen mit Sorten, Bodenbearbeitung,
Krankheiten, Schädlingen.



Finanzierung
Die Arbeit konnte geleistet werden dank finanzieller Unterstützung durch Privatpersonen, die SIGA Genossenschaft, die Soliva Stiftung, das BLW für das Projekt zur Erhaltung lokaler Sorten, der Kanton Graubünden ,  Interreg II und Interreg III A für Sortenversuche mit Nord- und Südtirol. Sowie weitere Kantone für die Studie zur Geschichte der Kulturpflanzen. Sie können die Arbeit unterstützen mit einem Beitrag auf das Konto der  des Vereins für alpine Kulturpflanzen:
Raiffeisenbank Mittelbünden Postgiro: 70-2357-8
IBAN: CH86 8106 3000 0057 2568 4
Kartoffelknospe
Die Kartoffel- sorten werden u.a  auf Grund der Gestalt der jungen Knospen beschrieben, hier eine Knospe von Parli.
 
©
2003  Peer Schilperoord schilperoord@bluewin.ch
Neu:

Hintergründe, Nutzung, Anbau, Dynamik der Vielfalt, Historisches:
  • Beitrag zur Geschichte der Kulturpflanzen - 1. Getreide - Schweiz, Nord- und Südtirol. 208 S. Peer Schilperoord, 2012.
  • Beitrag zur Geschichte der Kulturpflanzen - 2. Mais - Schweiz, Nord- und Südtirol. 43 S. Peer Schilperoord, 2012.
  • Beitrag zur Geschichte der Kulturpflanzen - 3. Kartoffel - Schweiz. 48 S. Peer Schilperoord, 2012.

Mit dieser Webseite möchten wir Sie informieren über:
  • aktuelle Entwicklungen des Bergackerbaus in Graubünden
  • die Vielfalt der Kulturpflanzen
  • die Geschichte der Kulturpflanzen
  • Qualitätsaspekte von Produkten aus dem Berggebiet
Ausführliche Informationen zu den Themen finden Sie unter: Archiv / Literatur, bzw. in den Mitteilungen des Vereins für alpine Kultufpflanzen.      
Laufende Projekte:
  • Braugersten Sortenprüfung für das Berggebiet, unter Federführung von Bio Grischun und in Zusammenarbeit mit Padruot Fried. Die bis anhin verwendete Zuchtsorte Ria hat stark abgebaut. Die neueren Zuchtsorten sind deutlich besser als Ria. Für 2012 wird auf Grund der Prüfungen die Braugersten-Sorte Quench empfohlen. (Siehe Erfahrungen im Bergackerbau 2011)
  • Sommerroggen Sortenprüfung für das Berggebiet. Die Prufüng 2011 zeigte, dass in Schwarzrost gefährdeten Regionen nur den Tiroler Sommerroggen angebaut werden kann, der leider nicht sehr standfest ist. Sonst empfehlen sich Arantes oder Ovid. (Siehe Erfahrungen im Bergackerbau 2011)
  • Sommerweizen Sortenprüfung für das Berggebiet.
  • Winterroggenzüchtung mit dem Ziel die Sorte Cadi eine bessere Standfestigkeit zu verleihen. Die Sorte Cadi, eine alte Sorte, ist die einzige Roggensorte, die eine geschlossene Schneedecke überlebt, die länger als dreieinhalb Monate andauert, und danach noch mit dem Schwarzrost fertig wird.
  • Literaturrecherche zur Geschichte der schweizerischen Kulturpflanzen 1700-1950.
  • In Planung: Schriftenreihe der Kulturpflanzen der Schweiz in Zusammenarbeit mit der Schweizerische Kommission für die Erhaltung der Kulturpflanzen (SKEK).

Aktuelle Entwicklungen
Der Ackerbau in Graubünden kann auf eine 7000 jährige Geschichte zurückblicken. In den letzten 50 Jahren ist im Zuge der Spezialisierung der Bauernbetriebe, der Bergackerbau praktisch verschwunden. Die Rebfläche Graubündens ist grösser als die Fläche des Bergackerbaus. Trotzdem wird dem Bergackerbau viel Sympathie entgegen gebracht. Man schätzt die Bedeutung für die Landschaft, möchte das Wissen um den Ackerbau erhalten. Die Spezialitäten aus Berggetreide, sei es Bier, Brot oder Teigwaren sind geschätzt. Dabei darf man nicht übersehen, dass viel Wissen verloren gegangen ist und der ständige Sortenwechsel den Anbau nicht einfacher macht.
Auf der politischen Ebene versucht man die Benachteiligung des Bergackerbaus auszugleichen. Die aktuelle Beitragsregelung zielt auf eine einseitige Förderung der Viehwirtschaft. Gemischte Betriebe mit Vieh und Äckern gibt es immer weniger. In Graubünden wird durch kantonale Beiträge und durch Beiträge der Soliva Stiftung Gegensteuer gegeben, eine politische Lösung zeichnet sich ab. 

Vielfalt der Kulturpflanzen
Die Vielfalt der Kulturpflanzen ist in den letzten zweihundert Jahren stark zurückgegangen. Dagegen nahm die Vielfalt der Zierpflanzen stark zu. Die Erhaltung der Vielfalt der Kulturpflanzen ist von nationaler, ja von internationaler Bedeutung. Zur Zeit laufen in den Vereinigten Staaten Kreuzungsversuche mit alten Bündner Gerstensorten. Ziel dieser Versuche ist es, mehrere Resistenzen gegen Schwarzrost, in amerikanischen Sorten einzukreuzen. Sehr viele Landsorten aus dem Wallis und aus Graubünden sind erhalten geblieben. Diese werden genau beschrieben und auf ihre Eignung für Anbau und Verbrauch getestet. Bekannt geworden sind die in Graubünden erhalten gebliebenen Kartoffelsorten wie Parli und Acht-Wochen Nudeli. Im Rheintal erlebt der cremefarbene Ribelmais eine Renaissance.

Geschichte der alpinen Kulturpflanzen
Die Geschichte der alpinen Kulturpflanzen ist eng verwoben mit der Geschichte der Besiedlung der Alpentälern. Die Kulturpflanzen haben sich an den verschiedensten Umweltbedingungen angepasst und an der Art wie die bäuerliche Bevölkerung die Pflanzen angebaut und geerntet haben. Die Wechselwirkung zwischen Pflanze, Mensch und Umgebung ist Thema einer Studie über die Geschichte der (alpinen) Kulturpflanzen. Die Studie tragt zu einem besseren Verständnis der vielen in der Genbank von Changins gelagerten Sorten bei.

Qualitätsaspekte
Das Thema Qualität wird uns in den kommenden Jahren noch viel beschäftigen. Die biologische Landwirtschaft braucht ein Qualitätsmanagement, dass den Namen verdient. Qualität ist bezogen auf die Milch identisch mit Vielfalt der Wiesenbestände. Bezogen auf den Boden ist Qualität identisch mit Vielfalt der Bodenlebewesen, die Steigerung der natürlichen Bodenfruchtbarkeit ist der sicherste Weg zur Legbensmittelqualität. Für das Getreide und Gemüse im Berggebiet kommt noch ein spezieller Aspekt hinzu, ein intensives Wachstum im Frühjahr und ein langsames reifen im Spätsommer.


Fachtagung 2010 "Sortenvielfalt - wo liegt ihr Wert?"
Die Fachtagung spannte einen weiten Bogen vom Stellenwert der Erhaltung pflanzengenetischen Ressourcen auf der politischen Bühne, über die Züchtung und Forschung bis hin zu den Möglichkeiten der Vermarktung alter Sorten. Weitere Infos unter www.cpc-skek.ch/Fachtagung2010


Tagung Sortenvielfalt 2010



Verfasser
Der Verfasser dieser Website, Peer Schilperoord ist Biologe, er war 11 Jahre lang (1989-2000) Geschäftsführer der Genossenschaft Gran Alpin und befasst sich seit 1982 mit alpinem Getreide und alpinen Kulturpflanzen.

Kontakt: Hauptstrasse 16, 7492 Alvaneu Dorf. Tel.: 081 404 22 29
oder 081 404 23 07