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letzte Aktualisierung 26.04.2010

Mitteilungen Nr. 17. Gibt es den
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Mitteilungen Nr. 16.
Aktuelles
Mitteilungen Nr. 15.
Über die Würde der Pflanze.
Für die Bauern.
Hier finden Sie eine detaillierte Anleitung für den Berggetreidebau.  Kommentare, Kritik und Ergänzungen nehme ich gerne entgegen.
Produktbezug Berggetreide:
Anerkennungspreis der Bündner Regierung
<<In Anerkennung seiner Forschungstätigkeit im Bereich der alpinen Kulturpflanzen sowie seines engagierten Einsatzes zur Erhaltung und Förderung der Sortenvielfalt in Graubünden>> hat die Bündner Regierung dem Verfasser einen Anerkennungspreis zugesprochen. Ich
freue mich darüber sehr und sehe in dem Preis eine Anerkennung der Bedeutung der genetischen Vielfalt der Kulturpflanzen. Die Preisverleihung fand am 21.11.2008 um 17.15 Uhr im Churer Grossratssaal statt.
Finanzierung
Die Arbeit konnte geleistet werden dank finanzieller Unterstützung durch Privatpersonen, die SIGA Genossenschaft, die Soliva Stiftung, das BLW für das Projekt zur Erhaltung lokaler Sorten, der Kanton Graubünden ,  Interreg II und Interreg III A für Sortenversuche mit Nord- und Südtirol. Sowie weitere Kantone für die Studie zur Geschichte der Kulturpflanzen. Sie können die Arbeit unterstützen mit einem Beitrag auf das Konto der  des Vereins für alpine Kulturpflanzen:
Raiffeisenbank Albula  Postgiro: 70-3768-9. Konto Nr.: 1725684


Die Kartoffel- sorten werden u.a  auf Grund der Gestalt der jungen Knospen beschrieben, hier eine Knospe von Parli.

Mit dieser Webseite möchten wir Sie informieren über:
  • aktuelle Entwicklungen des Bergackerbaus in Graubünden
  • die Vielfalt der Kulturpflanzen
  • die Geschichte der alpinen Kulturpflanzen
  • Qualitätsaspekte von Produkten aus dem Berggebiet
Ausführliche Informationen zu den Themen finden Sie unter: Archiv / Literatur, bzw. in den Mitteilungen des Vereins für alpine Kultufpflanzen.                           Programmvorschau 2010

Speziell empfehle ich die beiden folgenden Anlässe:
Botanische Exkursion Am Samstag 15. Mai wird eine botanische Exkursion im Albulatal
zum Thema Verwandlungen stattfinden. Treffpunkt: Bad Alvaneu Bad. Anfang 9.30 Uhr. Dauer ca. 2 Stunden.
Saatgutkarawane. Am 2. Juni trifft eine Saatgutkarawane in Alvaneu ein. Die Saatgutkarawane ist ein guter Anlass sich über die Sortenvielfalt vor Ort und Weltweit zu informieren und darüber ins Gespräch zu kommen.
 

SaatgutkarawaneVielfalt gegen Hunger
Saatgutkarawane durch die Schweiz


Dienstag, 25. Mai, Genf: Karawane-Auftakt
13.00-14.30 Uhr: Saatgut in Gefahr. Podiumsgespräch zwischen Bauernvertretern aus Nord und Süd im Gewächshaus des Botanischen Gartens Genf.
15.00-16.00 Uhr: Führung durch die Sortengärten von ProSpecieRara

Mittwoch, 26. Mai, Delley (FR): Getreidezüchtung in der Schweiz
10.00-16.00 Uhr Führung und fachlicher Austausch auf den Feldern der Delley Samen und Pflanzen AG*
 
Donnerstag, 27. Mai, Rheinau (AG): Bio-Saatgut: samenfest und gentechfrei
16.00-17.30 Uhr: Aussäen von Zuckermais mit den Bio-Saatgutunternehmen Sativa
18.00-21.00 Uhr: Saatgut-Festmahl und Kurzvorträge der internationalen Gäste im historischen Klostersaal mit dem Verein Gen Au Rheinau*

Samstag, 29. Mai, Zürich: Die Schweizerische Arbeitsgruppe SAG  feiert ihr Jubiläum
9.00-11.00 Uhr: Informationsveranstaltung auf dem Lebensmittelmarkt Oerlikon
12.00-16.30 Uhr: Jubiläumsfeier im Botanischen Garten Zürich mit Sommerbuffet, Kurzvorträgen der internationalen Gäste und Führungen durch den Botanischen Garten*
 
Sonntag, 30. Mai, SH: Vogelvielfalt und alte Sorten
8-10.30 Uhr: Vogelstimmenexkursion in Löhningen mit der IG Emmer & Einkorn und der Vogelwarte Sempach*
11.00-14.00 Uhr: Gesprächsrunde, Emmerotto und Emmerbier in der Rüedi-Schüür in Trasadingen

Mittwoch, 2. Juni, Alvaneu (GR): Getreidevielfalt in den Alpen
9.45-14.30 Uhr: Führung durch die Sortengärten des Vereins Alpine Kulturpflanzen, Gesprächsrunde, Gerstensuppe und –bier aus Alpiner Gerste im Restaurant Belfort*

Donnerstag, 3. Juni, San Pietro (TI): Alte Sorten im Garten daheim
14.00-17.00 Uhr: Besichtung des Sortengartens und Erfahrungsaustausch mit dem Centro ProSpecieRara di San Pietro über Erhaltungsarbeit, Apéro

Freitag, 4. Juni, Bern: Festival der Vielfalt
11.00-19.00 Uhr: Abschlussveranstaltung der Saatgutkarawane auf dem Bundesplatz in Bern. Ausstellung Äcker der Welt, Gesprächsrunden, Musik und typische Gerichte aus vier Kontinenten. Eröffnung durch Bundesrat Leuenberger.

Bei Veranstaltung mit * ist eine Anmeldung erforderlich. Weitere Informationen unter: www.swissaid.ch/saatgutkarawane oder 031-350 5379


Aktuelle Entwicklungen

Der Ackerbau in Graubünden kann auf eine 7000 jährige Geschichte zurückblicken. In den letzten 50 Jahren ist im Zuge der Spezialisierung der Bauernbetriebe, der Bergackerbau praktisch verschwunden. Die Rebfläche Graubündens ist grösser als die Fläche des Bergackerbaus. Trotzdem wird dem Bergackerbau viel Sympathie entgegen gebracht. Man schätzt die Bedeutung für die Landschaft, möchte das Wissen um den Ackerbau erhalten. Die Spezialitäten aus Berggetreide, sei es Bier, Brot oder Teigwaren sind geschätzt. Dabei darf man nicht übersehen, dass viel Wissen verloren gegangen ist und der ständige Sortenwechsel den Anbau nicht einfacher macht.
Auf der politischen Ebene versucht man die Benachteiligung des Bergackerbaus auszugleichen. Die aktuelle Beitragsregelung zielt auf eine einseitige Förderung der Viehwirtschaft. Gemischte Betriebe mit Vieh und Äckern gibt es immer weniger. In Graubünden wird durch kantonale Beiträge und durch Beiträge der Soliva Stiftung Gegensteuer gegeben, eine politische Lösung zeichnet sich ab. 

Vielfalt der Kulturpflanzen
Die Vielfalt der Kulturpflanzen ist in den letzten zweihundert Jahren stark zurückgegangen. Dagegen nahm die Vielfalt der Zierpflanzen stark zu. Die Erhaltung der Vielfalt der Kulturpflanzen ist von nationaler, ja von internationaler Bedeutung. Zur Zeit laufen in den Vereinigten Staaten Kreuzungsversuche mit alten Bündner Gerstensorten. Ziel dieser Versuche ist es, mehrere Resistenzen gegen Schwarzrost, in amerikanischen Sorten einzukreuzen. Sehr viele Landsorten aus dem Wallis und aus Graubünden sind erhalten geblieben. Diese werden genau beschrieben und auf ihre Eignung für Anbau und Verbrauch getestet. Bekannt geworden sind die in Graubünden erhalten gebliebenen Kartoffelsorten wie Parli und Acht-Wochen Nudeli. Im Rheintal erlebt der cremefarbene Ribelmais eine Renaissance.

Geschichte der alpinen Kulturpflanzen
Die Geschichte der alpinen Kulturpflanzen ist eng verwoben mit der Geschichte der Besiedlung der Alpentälern. Die Kulturpflanzen haben sich an den verschiedensten Umweltbedingungen angepasst und an der Art wie die bäuerliche Bevölkerung die Pflanzen angebaut und geerntet haben. Die Wechselwirkung zwischen Pflanze, Mensch und Umgebung ist Thema einer Studie über die Geschichte der (alpinen) Kulturpflanzen. Die Studie tragt zu einem besseren Verständnis der vielen in der Genbank von Changins gelagerten Sorten bei.

Qualitätsaspekte
Das Thema Qualität wird uns in den kommenden Jahren noch viel beschäftigen. Die biologische Landwirtschaft braucht ein Qualitätsmanagement, dass den Namen verdient. Qualität ist bezogen auf die Milch identisch mit Vielfalt der Wiesenbestände. Bezogen auf den Boden ist Qualität identisch mit Vielfalt der Bodenlebewesen, die Steigerung der natürlichen Bodenfruchtbarkeit ist der sicherste Weg zur Legbensmittelqualität. Für das Getreide und Gemüse im Berggebiet kommt noch ein spezieller Aspekt hinzu, ein intensives Wachstum im Frühjahr und ein langsames reifen im Spätsommer.


Verfasser
Der Verfasser dieser Website, Peer Schilperoord ist Biologe, er war 11 Jahre lang (1989-2000) Geschäftsführer der Genossenschaft Gran Alpin und befasst sich seit 1982 mit alpinem Getreide und alpinen Kulturpflanzen.
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© 2003  Peer Schilperoord schilperoord@bluewin.ch
Kontakt: Hauptstrasse 16, 7492 Alvaneu Dorf. Tel.: 081 404 22 29
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