Kulturpflanzen der Schweiz                          Geschichte der Kulturpflanzen
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Schriftenreihe Kulturpflanzen der Schweiz
/ Geschichte der Kulturpflanzen


letzte Aktualisierung 28.12.2011

KartoffellandsortenKnollenvielfalt

MaislandsortenKolbenvielfalt

DinkellandsortenAehrenvielfalt

Geschichte der Kulturpflanzen
Die Geschichte der Kulturpflanzen ist eng verwoben mit der Geschichte der Besiedlung. Die Kulturpflanzen haben sich an den verschiedensten Umweltbedingungen angepasst und an der Art wie die bäuerliche Bevölkerung die Pflanzen angebaut und geerntet hat. Die Wechselwirkung zwischen Pflanze, Mensch und Umgebung ist Thema einer Studie über die Geschichte der schweizerischen Kulturpflanzen. Die Studie tragt zu einem besseren Verständnis der vielen in der Genbank von Changins gelagerten Sorten bei.

Peer Schilperoord und Andrea Heistinger. 2007. Literaturstudie alpine Kulturpflanzen. Bericht IV NAP 02-231 / Interreg IIIA. Zusammenfassung. An einer Fortsetzung wird gearbeitet, weitere Kantone und weitere Kulturpflanzenarten werden berücksichtigt. Sie können die neueste Version bei mir per Email anfragen. 

In Planung: Schriftenreihe «Kulturpflanzen der Schweiz»
Ziel der Reihe
Die Reihe gibt einen  wissenschaftlich fundierten Übersicht über die Geschichte der Kulturpflanzen, die Vielfalt der Sorten, ihre agronomische Eigenschaften, ihre Nutzung, ihre Verwendung in der Züchtung und ihre Erhaltung.

Die Reihe richtet sich an Fachkreise, also an Anbauer, Erhalter, Dozenten, Studenten, Journalisten, Politiker und Behördenvertreter.

Begründung
Eine Übersicht der schweizerischen Kulturpflanzen gibt es nur ansatzweise. Inzwischen liegt eine Fülle an Informationen zu den Kulturpflanzen vor, die darauf wartet überprüft, allenfalls ergänzt, zusammengefasst und erläutert der Öffentlichkeit zugänglich gemacht zu werden. Eine elektronische Schriftenreihe ist ein geeignetes Mittel dazu. Die Reihe wird eine wissenschaftlich fundierte Übersicht über die Geschichte der Kulturpflanzen, die Vielfalt der Sorten, ihre agronomische Eigenschaften, ihre Nutzung, ihre Verwendung in der Züchtung und ihre Erhaltung geben.

Inhalt
Die Schriftenreihe hat inhaltlich einen direkten Bezug zu den erhaltenen Sorten und berücksichtigt die Daten und Informationen, die in der Nationalen Daten Bank (NDB) enthalten sind. Der Inhalt eines Heftes gliedert sich in:
  • Gestalt
  • Geschichte
  • Sorten der Genbank
  • Handlungsbedarf - offene Fragen
  • Quellenverzeichnis

Vorgeschichte
Das grosse öffentliche Interesse an der Kulturpflanzenvielfalt und ihrer Erhaltung, hat sich im Laufe des 20. Jahrhunderts entwickelt. Die Züchter waren die ersten, die die Bedeutung erkannten und vor dem Verlust der Vielfalt warnten. Sie sahen, dass der Erfolg ihrer Zuchtsorten dazu führte, dass Landsorten und alte Sorten ausstarben. Sie wussten, dass sie für ihre Züchtungsarbeit auf eine breite Palette von Sorten angewiesen waren. Mehrere Jahrzehnte vergingen, bis man um die Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts anfing Landsorten gezielt zu sammeln und erhalten. Allerdings beschränkte man sich auf einige wenige Arten, die damals noch in der Schweiz veredelt wurden.

            Es brauchte weitere Jahrzehnte bis man einsah, dass alle alte Kulturpflanzen Teil des nationalen Kulturerbes sind und zu erhalten seien. Zunächst waren es private Organisationen, die in den achtziger Jahren aktiv wurden. Seit 1999 unterstützt der Bund mit dem Inkrafttreten des <Nationalen Aktionsplans zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung der pflanzengenetischen Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft> - kurz NAP-PGREL genannt - die Sammlung, Sicherung, Identifizierung und Beschreibung der alten Kulturpflanzen. Inzwischen werden 8291 Sorten erhalten (Beilage II).

An den Projekten beteiligen sich landwirtschaftliche Forschungsanstalten, landwirtschaftliche Schulen, Züchter, Saatgutproduzenten und private Organisationen, die sich die Erhaltung und Nutzung alter Sorten zum Ziel gesetzt haben.

Die Nutzung der alten Sorten reicht vom Anbau in Privatgärten über die Vermarktung als Spezialität bis zur Nutzung von Sorten in in- und ausländischen Zuchtprogrammen. 

            Eine detaillierte Übersicht der schweizerischen Kulturpflanzen gibt es nur ansatzweise. Eine umfassende Darstellung zu den einzelnen Kulturpflanzen in Bezug auf ihre Geschichte, ihre Vielfalt, ihre Nutzung fehlt.

            Gemessen an der Bedeutung der Kulturpflanzen für die Gesellschaft, haben die Kulturpflanzen, zu wenig Aufmerksamkeit erhalten. Es ist das Ziel der Schriftenreihe bei der Schliessung dieser Lücke mitzuwirken. Die Reihe richtet sich an Fachkreise, an Anbauer, Erhalter, Dozenten, Studenten, Journalisten, Politiker und Behördenvertreter, sie dient als Grundlage für allgemeinverständliche Berichte. 

Stand der Vorbereitungen
Das Projekt befindet sich in der Abklärungsphase. Der Dachverband der Erhalterorganisationen SKEK (Schweizerische Kommission für die Erhaltung der Kulturpflanzen) begrüsst und unterstützt die Initiative.
Mit der Erstellung eines Kartoffelprobeheftes und mit der Arbeit an einem Dinkel- und Maisheft sind erste Erfahrungen gesammelt worden.  


Einige Zahlen
Die nationale Genbank der Schweiz enthält 8291 verschiedene einheimische Kulturpflanzen oder solche mit starkem Bezug zur Schweiz (Stand 31.03.2010). Die Kulturpflanzen verteilen sich auf ca. 20 Pflanzenfamilien mit ca. 50 Arten. Manche Kulturpflanzen sind nur mit einer Sorte vertreten. Manche Arten gibt es seit 7000 Jahren, andere erst seit 500 Jahren.
Die Vielfalt der Kulturpflanzen wird sich spiegeln in der unterschiedlichen Ausgestaltung der Hefte.


Links:
Nationale Daten Bank (BDN):
        http://www.bdn.ch
Schweizerische Kommission für die Erhaltung der Kulturpflanzen (SKEK):
        http://www.cpc-skek.ch


Verfasser
Der Verfasser dieser Website, Peer Schilperoord ist Biologe, er war 11 Jahre lang (1989-2000) Geschäftsführer der Genossenschaft Gran Alpin und befasst sich seit 1982 mit Getreide und Kulturpflanzen.
 
© 2003  Peer Schilperoord schilperoord@bluewin.ch
Kontakt: Hauptstrasse 16, 7492 Alvaneu Dorf. Tel.: 081 404 22 29
oder 081 404 23 07