Vielfalt
der lokalen Sorten.
Die Vielfalt der erhalten gebliebenen Bündner
Kulturpflanzenarten ist klein. Erhalten geblieben sind die folgenden
Arten:
- Kartoffeln
- Mais
- Gerste
- Weizen
- Roggen
entsprechend lang ist die Liste der ausgestorbenen Kulturpflanzenarten:
Buchweizen, Bohnen, Dinkel, Emmer, Erbsen, Flachs, Hirse, Linsen und
Wicken. Dazu kommen noch die verschiedensten Gemüsearten. Zum
Glück ist in den alpinen Regionen Österreichs, Italien und im
Wallis einiges gesammelt und erhalten.
Bezug von Saatgut
Im Rahmen des Projektes zur Erhaltung und
Förderung der
genetischen Vielfalt der Kulturpflanzen des Bundes Amtes für
Landwirtschaft können wir Ihnen die aufgelisteten Sorten anbieten.
Zur Ergänzung des Bündner Sortimentes, dass leider nur
Weizen, Gerste, Roggen, Mais und Kartoffeln umfasst, haben wir die
Liste mit
alpinen Sorten aus den angrenzenden Regionen (Nord- und Südtirol,
Wallis) ergänzt.
Sortenliste lokale Sorten
Winterroggen (Graubünden, Wallis)
Winterweizen (Graubünden)
Sommerweizen (Graubünden)
Sommergerste (Graubünden)
Mais (Graubünden)
Hafer (Tirol)
Emmer (Baselland)
Rispenhirse (Deutschland, Sorte
Kinelskoje)
Buchweizen (Slowenien, Sorte
Darja)
Ackerbohnen (Wallis, Lötschental)
Stangenbohnen (Vinschgau)
Lein (Nordtirol)
Mohn (Graubünden und Tirol)
Wir beraten Sie gerne.
Weitere Bezugsmöglichkeiten von Landsorten finden Sie unter Links (Nationale Datenbank, Sortengarten
Erschmatt, Pro Specie Rara).
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Abschlussbericht
Im Rahmen des Bundesprogrammes zur Erhaltung und
Nutzung der
genetischen Vielfalt der Kulturpflanzen ist Graubünden in den
Jahren 2000-2002 fast das ganze, in der Genbank von Changins
eingelagerte, Sortiment lokaler Bündner Gersten und Weizen Sorten
angebaut und beschrieben worden. In der Datei finden Sie
eine detaillierte Beschreibung der lokalen Sorten unter
Berücksichtigung der
verschiedenen Talschaften.
Genetische
Vielfalt bei Weizen und Gerste
Zurzeit werden die Backeigenschaften bei den Bündnerweizensorten
untersucht.
Eine Tabelle mit den wichtigsten Eigenschaften der
lokalen Herkünfte finden Sie in den beiden folgenden
Dateien.
Die Herkünfte sind nach Postleitzahl gruppiert.
Lokale
Bündner Gerstensorten
Lokale
Bündner
Weizensorten
Grosse
Vielfalt
Die genetische Vielfalt der erhaltenen alpinen
Getreideherkünfte von Gerste und Weizen ist sehr gross. Bei
den 321
untersuchten Gerstenherkünften konnten 7 Varietäten
bestimmt werden. In der Gruppe der zweizeiligen Gersten finden von den
lockerährigen neigenden Formen (Bild oben rechts) bis zu den
gedrungenen Ähren der Pfauengersten (Bild 2. von links) alle
möglichen Übergänge. Das Gleiche gilt für die
sechszeiligen Formen. Dazu kommt noch die Gruppe der freidreschenden
oder Nacktgersten. Die frühesten Formen schieben ihre Ähren
gut zwei Wochen früher als die späten, was für
Grenzlagen entscheidend ist. Die Pflanzen werden zwischen 90 und 150 cm
hoch und die Standfestigkeit liegt zwischen gut und schlecht auf
biologisch bewirtschafteten Versuchsflächen.
Ähnlich sieht es bei den 71 untersuchten Weizenherkünften
aus. Dort konnten auch 7 Varietäten bestimmt
werden. Es
gibt begrannte und unbegrannte, weisspelzige und braunspelzige Formen,
sowie rot- und weisskörnige Formen. Die frühesten Formen
blühen 18 Tage früher als die späten und die
Pflanzen werden zwischen 90 und 160 cm hoch. Die
Krankheitsanfälligkeit ist unterschiedlich
ausgeprägt, wobei tendenziell die Pilzkrankheiten im Berggebiet
vor allem im Unterengadin und Mittelbünden eine geringere Rolle
spielen als im Unterland. Die backtechnische Qualität reicht von
sehr gut bis schlecht, der Proteingehalt ist in der Regel hoch.
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